Montag, 30. Oktober 2006
From God's playground to the (green) heart of Germany*
Morgen früh um 5:29 macht sich auch der Philipp wieder auf die Socken. Diesmal geht's nach Hause, nach Thü-hü-hüringen! Genau, wie jeder weiß, das Bundesland ohne Prominente und ohne Lobby außerhalb. Also eigentlich ein nahezu selbsttragendes System. Neuigkeiten über Thüringen verbreiten sich nur innerhalb Thüringens - wir sind extrem selbstreflexiv und selbstbezogen und merken es gar nicht! Is' aber trotzdem eines der Schönsten ...
Wenn alles so funktioniert, wie es der Fahrplan voraussagt, dann bin ich "schon" 17:32 Uhr in good old Gotha. Während der zwölf Stunden Zugfahrt ist also endlich mal ordentlich Zeit zum Lesen für die Uni. Hatte ich ja schon länger nicht mehr. Immer nur feiern, Ausflüge machen, in die Stadt gehen, shoppen - das stresst einfach! Wie würde Burak da wieder sagen: This is Erasmus!!! (in a lower voice but emphasizing every word; little Turkish accent)

* "God's playground" von Norman Davies ist die wahrscheinlich bekannteste (nicht-polnischsprachige) Publikation über die Geschichte Polens. Das "Grüne Herz Deutschlands" (oben die sehr freie englische Übersetzung) ist nichts anderes als das, womit Thüringen für sich glaubt werben zu müssen.

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Samstag, 28. Oktober 2006
Bardzo fajnie koncert!
Gestern war wieder mal czas na muzyke (Zeit für Mucke) getreu dem Motto: für uns nur das Beste. Und das Beste, na ja, eines der Besten sind ganz klar die Herren von Myslovitz, die sich gestern abend nahe der Hala Ludowa die Ehre gaben! Zugegeben, einige der Gitarren-solos waren für Philipps empfindliche Öhrchen etwas zu ausgiebig, aber ansonsten kann man nur sagen: Daumen hoch! Selbst mit Lili Marlene als Vorband hatte man einen richtig guten Griff getan. Auch wenn die Jungs sich nun langsam Starallüren angedeihen lassen und einfach mal "erst" 19:30 statt 19:00 Uhr anfangen ;-)
Wat eine show! Für unglaubliche 32 Zloty (8 Eucken) gab's visuelle Effekte noch und nöcher!Mit 32 Zloty an der Abend-kasse war das Konzert für polnische Verhältnisse zwar eher teuer, dafür war es aber eben auch eine der Bands aus Polska! Außerdem gab's ja auch ordentlich Lichteffekte und eine digitale Wand (oder heißt das Videoleinwand? Nie wiem!), was ungefähr dem Status dieser Band Ausdruck verleihen dürfte, denn sie waren bisher die Einzigen in Polen, die ich gesehen habe, bei denen es so etwas gab. Gekreischt wurde auch, vornehmlich von vorne rechts. War also fast wie früher. Wie bei den Beatles. Bloß, dass ich bei denen noch verstanden habe, was sie mir sagen wollten. Hier war alles auf Polnisch und man konnte immer nur Bruchstücke ausmachen. Aber das Themenspektrum ist ja eh' nicht sooo breit gefächert. Liebe, Schmerz, Liebe, Absurditäten, Liebe, das Leben, Liebe ... hab' ich was vergessen? Ach ja, erwähnte ich es schon? Liebe - auch ein immer wieder gern gewähltes Motiv!
Während wir also mit guter Musik in den Ohren irgendwann des nachts heimkehrten wurde man heute morgen wieder vom gleichmäßigen plätschern des Verkehrs um unsere Insel geweckt, unterbrochen nur durch die lieblichen Töne der Rettungswagen, die dieses Meer hin und wieder - alle zehn Minuten - zu überqueren versuchen. Schön!

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Geschmacksfragen
Auf, ähem, vielfachen und gewichtigen Wunsch habe ich mein "Layout-Experiment" (Garamond ist trotzdem eine schöne Schriftart!) beendet. Hoffentlich bin ich dabei nicht wieder über's Ziel hinausgeschosssen! ;-) Jetzt muss ich nur das mit der Link-Farbe hinbekommen, und es sieht wieder einigermaßen gesittet aus. Könnte aber noch dauern, ich bin gerade geschmacklich nicht ganz sicher ...

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Donnerstag, 26. Oktober 2006
Herzkasper - Vol. II
Was vorgestern nur eine Übung war, diente gestern abend dann vorzüglich dazu, die Gangparty im 15. Stock aufzulösen. So gegen 24 Uhr ging wieder jenes unsägliche Geheule los und mindestens fünfzig Leute mussten wieder runter ins Erdgeschoss, viele auch schon im Pyjama. Nach zehn Minuten zerstreute sich dann alles wieder, aber die Party verlagerte sich gleich ganz aus dem Wohnheim raus ins "Daytona", noch so einen unsäglichen Schuppen. Unsäglich zumindest, wenn man immer noch nicht so sehr Geschmack an extrem basslastiger Musik gefunden hat. Aber wir arbeiten dran!

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